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Messung von Feinstaub
Feinstaubsensoren auf Basis der Lichtstreuung
Eine moderne Methode zur Messung der Feinstaubbelastung in der Luft basiert auf dem Prinzip der Lichtstreuung. Im Gegensatz zu gravimetrischen Verfahren, bei denen Filter regelmäßig ausgetauscht und im Labor gewogen werden müssen, ermöglicht die optische Feinstaubmessung eine kontinuierliche Erfassung der Partikelkonzentration in Echtzeit.
Bei diesem Messverfahren durchströmt die Luft einen Messkanal, der von einem Lichtstrahl durchquert wird. Ein Photodetektor ist senkrecht zum Luftstrom und zum Lichtstrahl positioniert, sodass er unter normalen Bedingungen kein direktes Licht empfängt. Gelangt ein Partikel in den Lichtstrahl, wird das Licht gestreut. Ein Teil des gestreuten Lichts trifft auf den Detektor und erzeugt ein Signal. Die Intensität dieses Signals liefert Informationen über die Größe beziehungsweise den Querschnitt des Partikels.
In Kombination mit dem bekannten Luftvolumenstrom können aus den Messdaten die Partikelanzahl, die Größenverteilung sowie die Feinstaubkonzentration bestimmt werden. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der klassischen Filtermethode besteht darin, dass die Messergebnisse ohne zeitliche Verzögerung verfügbar sind.
Zu beachten ist jedoch, dass die Lichtstreuungsmessung keine direkten Informationen über die chemische Zusammensetzung oder die tatsächliche Masse der Partikel liefert. Stattdessen erfassen die Sensoren optische Eigenschaften wie Reflexionsvermögen und Partikelgröße. Mithilfe empirischer Algorithmen werden diese Daten anschließend in Partikelanzahl- und Massenkonzentrationen umgerechnet.
Auch wenn Schadstoffe wie Stickoxide durch die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs reduziert werden, bleibt Feinstaub weiterhin eine bedeutende Umweltbelastung. Quellen sind unter anderem Reifen- und Bremsabrieb, industrielle Prozesse, landwirtschaftliche Aktivitäten sowie natürliche Ereignisse wie Waldbrände.
Die wichtigsten Vorteile von Feinstaubsensoren auf Basis der Lichtstreuung sind die einfache Installation, die vergleichsweise niedrigen Kosten und die kontinuierliche Überwachung der Luftqualität in Echtzeit.
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